Schwerpunkte unserer Arbeit:

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  • Integration ist für uns selbstverständlich
    • Der heilpädagogische Ansatz in unserer Kindertagesstätte
      Die Heilpädagogik ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die individuelle Entwicklung unterstützt. Die heilpädagogische Sichtweise betrachtet bei der Bearbeitung und Lö-sung von Problemstellungen den ganzen Menschen mit seinen Fähigkeiten, Problemen, Ressourcen sowie sein Umfeld. Wir schauen daher besonders auch nach den Stärken des Kindes. Das Kind kann sich in den Bereichen der Bewegungsfähigkeit, der Spielentwicklung und der Sprache ebenso weiterentwickeln wie emotional, geis-tig, im Sozialverhalten oder der Wahrnehmungsfähigkeit. Bei Tempo und Richtung der Entwicklung gehen wir von den individuellen Möglichkeiten des Kindes aus.

      Methoden

      Psychomotorik

      Während des psychomotorischen Turnens steht die Unterstützung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes im Vordergrund. Die Behandlung von Entwicklungsverzögerungen ist ebenso wichtig wie die Förderung der Kreativität, der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins. Wir bieten lebendig gestaltete Spiel- und Bewegungslandschaften an, um die Körperkoordination, Grob- und Feinmotorik, Handlungsplanung, Wahrnehmung (z.B. Raumlage), Kognition sowie das psychosoziale Verhalten durch die Interaktion in einer Gruppe zu fördern.

      Sensorische Integration

      Sensorische Integration bedeutet, Sinneseindrücke aus der Umwelt aufnehmen, ordnen und verarbeiten zu können, was für die kindliche Entwicklung entscheidend ist. Wir setzen dementsprechend bei der Förderung der Wahrnehmung an. Das Erlebnis des Tuns steht hierbei im Vordergrund – es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Über unterschiedliche Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote erweitern die Kinder meist spielerisch ihre Erfahrungen hinsichtlich ihres eigenen Körpers und ihrer Umwelt. Ein Beispiel: Im Umgang mit Materialien wie Ton, Fingerfarbe, Rasierschaum, Creme, etc. lernt das Kind sich und seinen Körper kennen und setzt sich mit ihm auseinander. Während des Kletterns auf einer Bewegungsbaustelle muss es genau wahrnehmen, in welcher Position im Raum es sich gerade befindet. Es erfährt, was „oben“ und „unten“ ist.

      Die „Übungen des täglichen Lebens“ nach Maria Montessori

      Das Kind lernt, Arbeitsabläufe oder Tätigkeiten selbst in die Hand zunehmen sowie eine eigene Struktur zu finden. Im Gruppenalltag, aber auch gezielt in der Einzel- oder Kleingruppenförderung, stehen den Kindern „Spiele“ zur Verfügung, bei denen alltägliche Handlungen und Handhabungen trainiert werden (z.B. am Rahmen das „Knöpfen“ üben). Das Kind kann individuelle Lernschritte machen und hat dabei die Möglichkeit, diese zu wiederholen. Es kann außerdem eine für sich selbst angemessene Arbeitsdauer finden und einhalten. Wir verstehen uns als Begleiter der Kinder, frei nach dem Motto: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ (Maria Montessori)

    • Soziale Integration
      In Dissen leben neben der einheimischen Bevölkerung Menschen unterschiedlicher Nationalität und Kulturzugehörigkeit.
      Ihre Kinder nehmen wir in unseren Kindergarten auf. Derzeit sind 15 Nationalitäten vertreten. Wir heißen alle als Freunde willkommen und begegnen ihnen mit Respekt und Toleranz.
      Jedes Kind hat unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnisse. Wir gestalten unseren Kindergarten so, dass jedes einzelne Kind mit seinen persönlichen Stärken und Schwächen Wertschätzung erfährt. Durch Lob, Anerkennung und Unterstützung gewährleisten wir jedem Kind seine ihm angemessene Weiterentwicklung und stärken somit sein Selbstbewusstsein.
      Die ersten sechs Lebensjahre stellen eine besonders intensive Entwicklungs- und Lernzeit dar. Wir haben eine große Verantwortung, Auffälligkeiten der Kinder z.B. im sprachlichen Bereich, in der fein- und grobmotorischen Koordination sowie im Wahrnehmungsbereich zu erkennen, um Fördermaßnahmen einleiten zu können. Integrative Förderung ist ein wechselseitiger Prozess, in dem jeder lernen kann. Unterschie-de sollen nicht als Defizite gesehen werden, sondern als Chance, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern. Der selbstverständliche Umgang mitei-nander, das gemeinsame Spielen und das Lernen der Kinder schaffen eine gute Grundlage für gegenseitige Akzeptanz und Toleranz. Voraussetzung für Integration ist die Bereitschaft des ganzen Teams, da sich Integration nicht nur auf einen Raum, bzw. zwei Erzieherinnen beschränken kann. Für die Kinder mit besonderen Bedürf-nissen müssen das Raumangebot und das pädagogische Angebot individuell angepasst werden, um angemessene kindorientierte Lern- und Fördermöglichkeiten anbieten zu können. Ein Austausch mit Therapeuten, anderen Institutionen und allen, die mit dem Kind zusammenarbeiten und leben, ist Voraussetzung für dessen positive Entwicklung. Am wichtigsten ist jedoch eine enge und vertrauensvolle Zusam-menarbeit mit den Eltern, denn nur so werden familienergänzende Fortschritte überhaupt möglich.
      „Miteinander leben“ heißt für alle, viel voneinander zu erfahren, zu teilen und sich gegenseitig zu bereichern.

  • Sprachförderung

    Sprache und Kommunikation im Kindergarten

    Eine Sprache zu lernen, ist für Kinder eine der größten Herausforderungen. Die Sprache ist das Basiswerkzeug für den Umgang mit anderen Menschen.
    Sprache eröffnet die Möglichkeit, sich auszudrücken, Wünsche zu äußern, Fragen zu stellen, Antworten zu geben und Zusammenhänge zu verstehen. Diesen elementar notwendigen Lernprozess zu begleiten ist eine wesentliche Aufgabe unserer täglichen Arbeit.
    Unsere Einrichtung besuchen Kinder unterschiedlicher Nationen. Daher ist die Sprache mit all ihren Möglichkeiten ein Schwerpunkt unserer Arbeit.
    Die Sprache ist eines der wichtigsten Elemente unserer emotionalen und sozialen Kommunikation. Je besser diese von klein auf ausgebildet wird, umso differenzierter, gewählter und kommunikativer kann sich der Mensch mitteilen. Die Sprache verschafft den Kindern Zugang zur Welt und zu sich selbst. Mit Sprache können wir unsere Gefühle und unsere Gedanken zum Ausdruck bringen. Sprache ermöglicht uns Kind soziale Beziehungen aufzubauen und das gesellschaftliche Leben mitzugestalten. Sprachliche Entwicklung bedeutet soziale, emotionale und intellektuelle Entwicklung.
    "Sprechen Lernen" ist nicht nur ein isoliertes Funktionstraining, viel eher werden im Kindergarten Situationen geschaffen, die das Kind auffordern kreativ mit seiner Sprache umzugehen. Es erhält Gelegenheit seine verbalen und nonverbalen Fähigkeiten im Kontakt mit anderen zu üben, verbessern, festigen und zu perfektionieren.
    Um für eine gesunde Sprachentwicklung zu sorgen, ist es wichtiger denn je, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben.
    Die Sprachentwicklung wird im gesamten Tagesablauf vielfältig gefördert, in erster Linie durch kontinuierliche sprachliche (Handlungs)begleitung durch die Erzieher daneben z.B. durch das Vorlesen von Büchern, durch Sing-, Kreis- und Rollenspiele, aber auch durch Erzählen und durch die Schilderung von Erlebnissen (z.B. im Morgenkreis).
    Sprachförderung ist eine grundsätzliche Aufgabe in der Kindergartenarbeit / Kindergartenalltag.
    Bei uns wird Sprachförderung im Rahmen der Bundesinitiative "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" durchgeführt. Danach werden Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren mit erhöhtem Sprachförderbedarf gesondert gefördert.
    Wir arbeiten unter anderem mit dem Sprachförderungsprogramm Kon Lab. Es ist ein Sprachförderprogramm für Kinder, die in ihrer Sprache noch nicht so gefestigt sind. Das Programm beinhaltet: Sprachrhythmus, Wortbildung, Grammatik, Satzbildung bis hin zum Sprachverstehen.
    Täglich "lernen" die Kinder 10 Minuten.
    Neben Wortschatzerweiterung sowie Grammatikerwerb gehört das Erlangen eines Sprachselbstbewusstsein zu den Zielen unserer Sprachförderung.
    Dies geschieht spielerisch in Kleingruppen (meistens 4 Kinder), aber auch bei sprachlicher Begleitung im Alltagsgeschehen.
    Das Würzburger Trainingsprogramm für Vorschulkinder "Hören, Lauschen, Lernen (HLL)" ist ein Trainingsprogramm für die Kinder, die im Sommer die Schule besuchen. Das Programm verbessert durch gezielte Sprachübungen die Wahrnehmungs-und Ausdrucksfähigkeit und leistet eine wichtige Voraussetzung für das Lesen und Schreiben. Die Kinder "lernen" 20 Wochen vor Schuleintritt täglich 15 Minuten.
    Dieses Programm wird nur dann durchgeführt, wenn durch den vorangegangenen BISC-Test (Bielefelder Screening) ein Bedarf ermittelt wurde.
    Bei Sprach- und / oder Hörstörungen sucht die Erzieherin das Gespräch mit den Eltern und rät Ihnen gegebenenfalls den Rat von Fachkräften einzuholen (Logopäde, HNO-Arzt etc.). Danach findet ein Austausch über das Ergebnis statt.
    Die Sprache und die Sprachlernprogramme entwickeln sich ständig weiter, so dass fundierte Fortbildungen für die pädagogischen Mitarbeiter unerlässlich sind.

  • Beobachtung und Dokumentation
    Beobachtung und Dokumentation sind für uns eine zentrale Aufgabe und ein Instrument der Bildungsbegleitung und Förderung von Kindern.
    Beobachtungen sind die Grundlage, um bedürfnisorientierte Angebote zu entwickeln und durchzuführen. Wir beobachten regelmäßig jedes Kind und verschaffen uns damit systematisch einen Überblick über die Lernfortschritte.
    In Entwicklungsgesprächen, die auf der Grundlage unserer Beobachtungen basieren, informieren wir die Eltern über den Entwicklungsstand ihrer Kinder.

Copyright © 2009; Willy-Schulte-Kindergarten Dissen a. T. W.